Vita

Dr. phil. Friederike Höher (geb. 19. November 1955 in Schwerte) ist ein deutscher Business Coach, Management-Beraterin, Forscherin, Weiterbildnerin und Autorin. Sie ist eine Vordenkerin in der Entwicklung eines modernen Mentoring-Verständnisses.

Leben

Nach dem Abitur studierte Friederike Höher an der Universität Dortmund Pädagogik, Kunst, Geschichte und Soziologie und schloss ihr Studium mit dem Diplom in Erziehungswissenschaften ab. Schwerpunktmäßig beschäftigte sie sich zu dieser Zeit bereits mit der Frauen- und Geschlechterforschung, ihre veröffentlichte Abschlussarbeit thematisierte den Wandel des Frauenbildes in der Neuzeit.

Nach dem Studium war sie eine der Pionierinnen der kommunalen Gleichstellungsarbeit, als sie 1986 die erste Gleichstellungsstelle der Stadt Hamm, eine unter damals nur zehn in NRW, eine Stabsstelle des Oberstadtdirektors, aufbaute und mit zeitweise acht Mitarbeiterinnen leitete.

1993 wechselte sie als Referentin an die Ev. Landeskirche von Westfalen und bearbeitete das Themenfeld Frauen und Arbeitswelt. Von da wechselte sie zwischenzeitlich für zwei Jahre an die Universität Dortmund in den Bereich Frauenstudien und entwickelte zusammen mit Dr. Iris Koall und Verena Bruchhagen den ersten Weiterbildungslehrgang „Managing Gender & Diversity“ in Deutschland, in dem sie mit internationalen Gastdozenten wie Gardenswartz & Rowe, Dr. Kazuma Matoba, Dr. Michaela Judy etc. zusammen arbeitete und die Thematik im deutschsprachigen Raum für den Weiterbildungsbereich vorantrieb.

Im Anschluss an ein weiteres Studium der Organisationspsychologie widmete sie sich der Thematik Organisationslernen und Coaching. 2003 bis 2011 leitete sie gemeinsam mit Peter Höher, geb. Lüdke, das Beratungsunternehmen Hoeher-Team (später Hoeher Holistic Management). Parallel war sie weiterhin Referentin der Ev. Landeskirche von Westfalen und Projektleiterin mehrerer arbeitsmarktpolitischer EU-Projekte für Frauen, aktuell arbeitet sie hier im Rahmen einer Akademie für Führung und Verantwortung.

Friederike Höher beschäftigt sich mit der Wirksamkeit von Mentoring als vernetzte Lernbeziehung. Dieser Ansatz ist in Deutschland relativ neu, denn noch immer ist ein Bild von Work Place Mentoring in Form einer komplementären Beziehung zwischen einer älteren Führungskraft und einer jüngeren leitend. Auf Basis ihrer Forschung zum Thema initiiert sie Mentoring-Prozesse, berät Organisationen bei der Gestaltung von Mentoring-Projekten und bildet Mentoren und Mentorinnen weiter. Sie promovierte dazu 2013 bei Prof. Dr. Hans-Günter Rolff und Prof. Dr. Sigrid Metz-Göckel an der TU Dortmund mit Auszeichnung.

Den Ansatz des vernetzten Lernens nutzt Friederike Höher für die Ausbildung von Coachs und Beratern. Sie integriert dabei als MBSR-Lehrerin ein Konzept organisationaler Achtsamkeit in Organisations- und Teamlernen, da sie sich die Förderung von Lern- und Entwicklungsbeziehungen in Organisationen und Gesellschaft zur Aufgabe gemacht hat. Sie ist seit 2009 Mitglied im Deutschen Bundesverband Coaching e.V. (DBVC) und Mitglied der Qualitätskonferenz, die sich die Professionalisierung von Coaching und die Qualitätssicherung von Coaching-Weiterbildungen zum Ziel gesetzt hat. Als Supervisorin ist sie Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Supervision (DGSv).

Ihre aktuellen Arbeitsschwerpunkte sind neben Coaching und Mentoring: Führung & Gesundheit, Diversity– und Konfliktmanagement.

Publikationen

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