Führung

Ein entwicklungsorientiertes Führungsverständnis beinhaltet, Mitarbeiter zu fördern und zu fordern.

Doch wer sind eigentlich die Mitarbeiter? Und erst recht: Wer sind die Mitarbeiterinnen von morgen? Im Diversity Management wird die Vielfalt der Mitarbeitenden wahrgenommen. Führungskräfte agieren in einem Feld mit zunehmend heterogenen Teams. Älter werdende Belegschaften ebenso wie die Generation Y und die Ausdifferenzierung von Milieus, die Berufstätigkeit von Frauen und internationale, weltweit agierende Teams stellen hohe Anforderungen an Führung. Das alles geschieht in einem Umfeld des beschleunigten technologische Wandels und wachsender Komplexität, in dem solidarische Bindungen zu zerbrechen drohen. Oftmals bringen diese Entwicklungen die Menschen an ihre Leistungsgrenzen.

Führung ist kein auf alles und alle passendes Konzept, sondern es sind individuelle, spezifische Ansätze im Umgang mit Unsicherheit, Diversity und beschleunigtem Wandel erforderlich. Es bedarf eines dynamischen und offenen Führungsverständnisses: eine situativ eingebundene, vernetzte Führung auf systemischer Grundlage. Was heißt das?

Eine systemische Perspektive setzt der Idee der Steuerbarkeit von Systemen durch Führungsinterventionen charismatischer Führungspersönlichkeiten Grenzen. Sie relativiert ein transformationales Führungskonzept zugunsten von Selbststeuerung und Sich-selbst-organisieren (lassen). Dessen Vorteil ist aber, dass es den Blick auf die Persönlichkeit der Führungskraft richtet, ihre persönlichen Entwicklungsprozesse adressiert und Selbstführung thematisiert. Die Persönlichkeit und Authentizität der Führungskräfte, ihre Reflektiertheit und ihr Bewusstsein von den Auswirkungen des Handelns (Achtsamkeit) in einer holistischen Perspektive als Verantwortung für das Ganze spielt dabei eine hervorragende Rolle. Mentoring und Coaching stellen neben dem klassischen Führungshandwerk (leistungsorientierte Ziele setzen, delegieren, controling) erfolgskritische Aufgabedimensionen von Leadership dar.

 

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